In meinem Wohnort Wackernheim habe ich mit vielen weiteren Genossen die Rabenkopf Bürgerenergiegenossenschaft gegründet. Das Ziel ist, die Gemeinde zu 100% mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Und das in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.
Mehr darüber ist hier zu erfahren:
https://www.rabenkopf-energie.de/
Hier geht's rund um die Elektrifizierung einer Ente. Und um Themen die dazu passen: Elektromobilität, Energie, Nachhaltigkeit
Montag, 28. Juli 2014
Montag, 7. Juli 2014
LiFePO4-Akkus vs. Supercap
Immer wieder kursieren Ideen, mithilfe von sogenannten Supercaps
Akkus von Elektrofahrzeugen für kurzzeitige Beschleunigung zu Unterstützen. Hierzu einige
Detailbetrachtungen:
Supercap 300F, 2,5V Maximalspannung, 6mOhm
Innenwiderstand, Gewicht 90g, Imax 50A, 26,5mm x48mm x 59mm
LiFePO4-Akku 100Ah, 3,2V, 1mOhm, Gewicht 3,2kg, Imax 100A
(1000A für 10sec.), Abmessung 142mm x 67mm x 218mm, Energie=100Ahx3,2V=320Wh
Innenwiderstand:
Bei 6mOhm Innenwiderstand und Aufladung auf 2,5V wäre eine
theoretische Belastbarkeit bis die Ausgangsspannung bei 0V liegt 416A
(praktisch natürlich Blödsinn, da mit 0V Ausgangssapnnung keine Leistung mehr
bereitgestellt werden kann und der Kondenstor nur mit 50A Belastbarkeit
angegeben ist. Dieses Problem lässt sich durch parallelschalten vieler
Kondensatoren lösen.
Energiedichte nach Masse:
W=0,5xCxU²=0,5x300F x 2,5²V²=937,5Ws=0,26Wh , dabei bleibt
unberücksichtigt, dass durch die bei
Entladung sinkende Spannung nicht die volle Kapazität genutzt werden kann. Bei
90g Gewicht liegt die Energiedichte umgerechnet bei 2,9Wh/kg. Vergleichen mit
LiFePO4 Akkus, deren Energiedichte bei 100Wh/kg liegt lässt sich mit
Superkondensatoren nur sehr wenig Energie speichern. Der Unterschied liegt bei
einem Faktor von etwa 35 zu Ungunsten des Kondensators
Energiedichte nach Volumen:
Superkondensator: 26,5mm x 48mm x 59mm=75048mm³=75cm³
0,0035Wh/cm³
LiFePO4-Akku: 142mm x 67mm x 218mm=1074052mm³=1074cm³
0,298Wh/cm³
Unterschied bei der gespeicherten Energie pro Volumen ist
Faktor 85 zu Ungunsten des Kondensators.
Fazit:
In Zeiten, wo die kurzzeitige Überlastbarkeit der Lithium-Akkus (10C für10sec.) immer
besser wird ist der Einsatz von Kondensatoren als Energiespeicher für
kurzzeitige Bereitstellung von Leistungsspitzen nicht empfehlenswert.
Freitag, 6. Juni 2014
Heute habe ich eine Tankstelle gebaut!
Was ich schon immer machen wollte ist eine Tankstelle zu bauen. Heute war es dann endlich soweit, ich habe einen großen Benzintank im Garten vergraben und einige Zapfsäulen installiert, ach nein, ich fahre ja elektrisch, da brauche ich nur eine Steckdose. Und genau die habe ich an meiner Bruchsteinmauer festgeschraubt und kann jetzt noch einfacher als mit dem Verlängerungskabel aus dem Kellerfennster "tanken". Einfach im Lavendel parken und das Ladekabel einstecken während einige durch das Parkmanöver zerquetschte Lavendelzweige einen betörenden Duft abgeben.
Mittwoch, 14. Mai 2014
Neue Steuerplatine
Das Layout der neuen Steuerplatine für Elektroumrüstungen ist fertig und fünf Stück Leiterplatten sind bestellt. Die Bauteile liegen hier und freuen sich auf den Lötkolben. Es gibt einige Änderungen zur Vorgängerversion. Die Anschlüsse sind jetzt mit solider Wago Cage Clamp Technik ausgestattet, so dass sich keine Schraube mehr lösen kann. Es gibt einen PWM-Ansteuerausgang für Tankuhren und eine PWM-Ausgang für Ladegeräte aus der TC-Serie. Die Akkuüberwachung kann mehr Zellen in Serie überwachen und das auf zwei Bänke verteilt. Maximal sind 50 Zellen pro Bank in Serienschaltung möglich.
Warum das ganze? Ich rüste grade eine weiter Ente um und eine Karmann Ghia, und natürlich soll meine Ente auch die neue Elektronik bekommen.
Warum das ganze? Ich rüste grade eine weiter Ente um und eine Karmann Ghia, und natürlich soll meine Ente auch die neue Elektronik bekommen.
Sonntag, 23. Februar 2014
BMS-Fertigung
Für eine weitere Ente baue ich gerade BMS-Zellmodule für die 100Ah LiFePO4 Zellen auf. Hier ein paar Fotos von der Serie. Insgesamt werden es über 100 Module, da für die Umrüstung eines Karmann Ghia auch noch 45 Zellen verbaut werden sollen. Das BMS erfüllt, wie auch schon an früherer Stelle in diesem Blog beschrieben, die Funktionen Unterspannungserkennung, Überspannungserkennung und Aktivieren eines Balancier-Stroms bei Erreichen eines bestimmten Ladespannungswertes für jede einzelne Zelle. Alle Schwellen lassen sich programmieren, so dass die Module für unterschiedliche Zellchemie verwendet werden können.
Hier noch einmal zur Verdeutlichung der Verschaltung eine Prinzipskizze der BMS-Modul/Akku-Anordnung:
Hier noch einmal zur Verdeutlichung der Verschaltung eine Prinzipskizze der BMS-Modul/Akku-Anordnung:
Sonntag, 12. Januar 2014
Dashboard oder digitales Armaturenbrett
Ich habe in den Weihnachtsferien die Display-Schnittstelle des
Curtis-Controller mithilfe eines PC's und Labview (das ist eine
hochinteressante grafische Programmiersprache, mit der ich beruflich
viel zun tun habe und mit der sich sehr schöne Benutzeroberflächen
erstellen lassen) ausgelesen und den Entwurf eines digitalen
Armaturenbretts gebaut. Einzig muss dann als Steuerungsplattform eine
Hardware auf PC-Basis zum Einsatz kommen, da National Instruments
Labview nur auf PC-Hardware läuft, was wieder Nachteile bei der Bootzeit
mit sich bringt und auch der Formfaktor nicht sehr schlank ist. Auch
die Daten anderer Controller lassen sich auslesen, so kann ich z.B auch
mein EVµC-Board anzapfen.
Hier noch ein Screenshot von dem Entwurf:
Hier noch ein Screenshot von dem Entwurf:
Sonntag, 15. Dezember 2013
5000km!!!
Es war schon vor einiger Zeit soweit aber jetzt will ich es auch hier mitteilen: die Elektrente hat ihre ersten 5000km ohne Pannen hinter sich gebracht. Dabei habe ich über 1000kg CO²-Ausstoß vermieden.
Die Wintererfahrungen zeigen bisher, dass durch den stärkeren Spannungseinbruch an den Batterien für die gleiche Leistung mehr Strom benötigt wird, was in einer reduzierten Reichweite spürbar ist. Bei Temperaturen um 0°C sind das 10-20% und wenn ich die Fahrweise etwas anpasse dann auch unter 10%, also alles in allem für meine tägliche Strecke in die Firma kein Problem. Sehr angenehm ist es, die Scheibenheizung morgens vorm Kaffee anzuwerfen und dann mit freien Scheiben ohne Eiskratzen losfahren zu können. Leider habe ich keine Garage. Zum Thema laden unter 0° gibt es offenbar nicht viele Erfahrungswerte. Ich denke, dass laden direkt nach dem Fahren OK ist, weil die Akkus dann leicht aufgewärmt sind.
Die Wintererfahrungen zeigen bisher, dass durch den stärkeren Spannungseinbruch an den Batterien für die gleiche Leistung mehr Strom benötigt wird, was in einer reduzierten Reichweite spürbar ist. Bei Temperaturen um 0°C sind das 10-20% und wenn ich die Fahrweise etwas anpasse dann auch unter 10%, also alles in allem für meine tägliche Strecke in die Firma kein Problem. Sehr angenehm ist es, die Scheibenheizung morgens vorm Kaffee anzuwerfen und dann mit freien Scheiben ohne Eiskratzen losfahren zu können. Leider habe ich keine Garage. Zum Thema laden unter 0° gibt es offenbar nicht viele Erfahrungswerte. Ich denke, dass laden direkt nach dem Fahren OK ist, weil die Akkus dann leicht aufgewärmt sind.
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