Hier geht's rund um die Elektrifizierung einer Ente. Und um Themen die dazu passen: Elektromobilität, Energie, Nachhaltigkeit
Mittwoch, 21. August 2013
Abenteuer Curtis-Controller
Es ist soweit, die Ente soll mit einem Curtis-Controller für Asynchronmotoren ausgestattet werden. Der Curtis-Controller gilt als der Mercedes unter den Umrichtern. Also trifft der Mercedes jetzt die Ente. Das Manual der 1238 Serie hat 138 Seiten, da werde ich mich jetzt einmal durchkämpfen. Es gibt eine eigene Programmiersprache, die VCL (Cehicle Control Language). Allerdings rückt Curtis die Programmierumgebung nicht raus. Mit Hilfe dieser könnten viele interessante Steuerfunktionen wie in einer SPS programmiert werden. So muss bis auf weiteres die EVµC-Steuerung von mir ihrem Dienst tun.
Freitag, 9. August 2013
Kosten pro 100km bei der Elektroente
Einige Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit von Elektroautos hier speziell der Elektrente und monetärer Vergleich zu Superbenzin:
Ausstattung:
26 Stück 100Ah LiFePO4 Akkus, Kelly-Controller und PMAC-Motor
26 Stück 100Ah LiFePO4 Akkus, Kelly-Controller und PMAC-Motor
Rekuperation aktiv, Höchstgeschwindigkeit 80km/h
Ladekosten:
100km 15kWh ab Steckdose gemessen (inkl. aller Wirkungsgrade:
Ladegerät, Lade- Entladevorgang Zellen, Umrichter, Motor, Getriebe...)
Für 100km werden 15kWh elektrische Energie benötigt, bei 0,25€/kWh kosten 100km 3,75€
und das entspricht 2,34l Benzin bei einem Spritpreis von 1,60€/Liter.
Akkukosten über
Lebensdauer:
Annahme 1: 2000
Akkuladezyklen mit 70% Entladung: 80V x 70Ah x 2000 ergibt nutzbare Energie über
Lebensdauer von 11200 kWh. Akkukosten: 125€ x 26 zzgl. BMS 20€ x 26 = 3250 € +
520€ = 3770€.
3770€/11200kWh ergibt Akkukosten von 0,33€/kWh. Pro 100km
sind das Kosten von 5,28€ entspricht monetär ca. weiteren 3,3 Liter Benzin zu
1,60€/l.
Summe: Pro 100km fallen kosten von 3,75€ Strom und 5,28€ Akkukosten
an, also zusammen 9,03€. Geteilt durch 1,6€ ergibt das einen umgerechneten
Verbrauch von 5,6l Benzin auf 100km.
Annahme 2: 3000
Zyklen mit 70% Entladung: 80V x 70Ah x 3000 ergibt nutzbare Energie über
Lebensdauer von 16800 kWh. Akkukosten: 125€ x 26 zzgl. BMS 20€ x 26 = 3250 € +
520€ = 3770€
3770€/16800kWh ergibt Akkukosten von 0,22€/kWh. Pro 100km
(16kWh) sind das Kosten von 3,52€ entspricht ca. weiteren 2,2 Liter Benzin zu
1,60€/l.
Summe: Pro 100km fallen kosten von 3,75€ Strom und 3,52€ Akkukosten
an, also zusammen 7,27. Geteilt durch 1,6 ergibt das einen umgerechneten
Verbrauch von 4,5l Benzin auf 100km.
Fazit: Bei den derzeitigen Akkukosten und Benzinpreisen ist
eine Elektroente mit der oben genannten Antriebstechnik nicht wirtschaftlicher
als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Sobald Akkukosten sinken und
Benzinpreise steigen, beide Szenarien sind wahrscheinlich, wird der
Elektroantrieb wirtschaftlich. In der Rechnung sind weiterhin jährliche Kosten,
die nur bei Verbrennungsmotoren anfallen, wie Ölwechsel, Zündkerzenverschleiß,
Auspuffverschleiß, Luftfilter, Ölfilter… nicht berücksichtigt. Zudem zeigen
erste Langzeiterfahrungen, dass die Zylenfestigkeit der Akkus bei 10000 liegen
kann. Dann ergibt sich
Annahme 3: 10000
Zyklen mit 70% Entladung: 80V x 70Ah x 10000 ergibt nutzbare Energie über
Lebensdauer von 56000 kWh. Akkukosten: 125€ x 26 zzgl. BMS 20€ x 26 = 3250 € +
520€ = 3770€
3770€/16800kWh ergibt Akkukosten von 0,07€/kWh. Pro 100km
(16kWh) sind das Kosten von 1,12€ entspricht ca. weiteren 0,7 Liter Benzin zu
1,60€/l.
Summe: Pro 100km fallen kosten von 3,75€ Strom und 1,12 Akkukosten
an, also zusammen 4,87€. Geteilt durch 1,6 ergibt das einen monetär umgerechneten
Verbrauch von 3,0l Benzin auf 100km.
Für einen Benzinpreis von 2€/Liter (geschätzt 2015 zu erwarten) und 20% günstigeren Akkus sieht das Szenario noch wirtschaftlicher aus.
Mittwoch, 31. Juli 2013
SWR-Landesschau Beitrag
Gestern wurde ein Bericht über die Elektrente in der SWR Landesschau gezeigt:
Montag, 29. Juli 2013
Sommerlektüre
Soeben ist das neu erschienene, von mir
bestellte Buch geliefert worden:
Ich werde mich reinlesen und berichten.
bestellte Buch geliefert worden:
Samstag, 20. Juli 2013
Artikel in der Lokalzeitung
Letzte Woche war eine Reporterin der Allgemeinen Zeitung Mainz da und hat einen Artikel über die Elektrente verfasst, der heute veröffentlicht wurde. Er liegt gerade druckfrisch auf meinem Frühstückstisch und ist auch in der Online-Ausgabe zu lesen unter:
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/rheinhessen/13283629.htm
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/rheinhessen/13283629.htm
Sonntag, 14. Juli 2013
Kfz-Steuer Episode 2
Das Finanzamt hier hält es fest nach folgendem Paragrafen aus dem KraftStG und will nicht den Tag der Erstzulassung als Elektrofahrzeug anerkennen:
§ 3d Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge
(1) Von der Steuer
befreit ist das Halten von Elektrofahrzeugen im Sinne des § 9 Absatz 2.
Die Steuerbefreiung wird ab dem Tag der erstmaligen Zulassung gewährt
für
- 1.
- zehn Jahre in der Zeit vom 18. Mai 2011 bis zum 31. Dezember 2015,
- 2.
- fünf Jahre in der Zeit vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020.
(2)
Die Steuerbefreiung wird für jedes Fahrzeug einmal gewährt. Soweit sie
bei einem Halterwechsel noch nicht abgelaufen ist, wird sie dem neuen
Halter gewährt.
(3) Die Zeiten der
Außerbetriebsetzung eines Fahrzeugs und die Zeiten außerhalb des auf
einem Saisonkennzeichen angegebenen Betriebszeitraums haben keine
Auswirkungen auf die Steuerbefreiung.
mal sehen was sich hier noch machen lässt...
Donnerstag, 27. Juni 2013
Zellspannungen nach einer Fahrt von 40 km
Heute habe ich wieder einmal die einzelnen Zellspannungen gemessen, um den Zustand der Akkus festzustellen und das von mir entwickelte BMS zu untersuchen. Die Ergebnisse finden sich in folgender Tabelle, die Balancierung am Ende des Laden funktioniert. Es sind jetzt etwa 100 Ladevorgänge durchgeführt worden und die Akkus sind bereits 1,5 Jahre alt.
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